Die
Naturwacht 6. janúar 2006:
Naturdrohung
bei Kárahnjúkar (Island)
Der
Staudamm bei Kárahnjúkar wird der größte
Damm aus lockerem Material in Europa und einer der größten
der Welt sein. Sein Gewicht beträgt 15 millionen Tonnen.
Er ist neben einem alten Vulkan gebaut, dem Fremri-Kárahnjúkur.
Die Firma "Landsvirkjun" (Icelandic Power Company)
hat behauptet, der Staudamm und andere Dämme des Unternehmens
seien sicher. Es wurde auch behauptet das Gebiet sei gut
geeignet für große Dämme und Spalten in
dem Untergrund seien nicht zu fürchten.
Im letzten Jahr (2005) musste Landsvirkjun endlich zugeben,
dass sich viele Spalten unter dem beinahe 200 m hohen Staudamm
verstecken.
Weiter wurde zugegeben das Gestein im Grunde des Dammes
könnte sich verschieben wenn der Stausee gefüllt
wird, und auch das Vorhandensein von Erdwärme in dem
Spaltensystem wurde bestätigt.
Ist es berechtigt den größten Staudamm Europas
auf solchem Untergrund zu bauen? Genügt es, ein "Gelenk"
in der Betonkappe des Dammes einzubauen?
Das Kárahnjúkar-Kraftwerk ist ein gewagtes
Unternehmen, im schwersten Fall lebensgefährlich, wenn
einer der Dämme plötzlich brechen würde.
Es sollte als eine Naturdrohung bezeichnet werden.
Kann man rechtfertigen das gemeine Volk in Island für
ein solches Unternehmen durch öffentliche Verpflichtungen
bürgt?
Wer will die Verantwortung tragen?
Von der Naturwacht, am 6. Januar 2006.